Internationales Pilgerfahrt für Kinder mit Entwicklungsstörungen und Menschen mit Behinderungen – Međugorje 2026.

Vom 28. Mai bis zum 31. Mai 2026 verbrachte der Club „Putevi Milosti“, eine Erweiterung des gleichnamigen Vereins, gemeinsam mit Mitgliedern der Gemeinschaft Glaube und Licht sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ivan-Štark-Schule aus Osijek vier Tage in Medjugorje, geprägt von Spiritualität, Freundschaft und Gemeinschaft. Die meisten Teilnehmenden kamen aus Osijek und den umliegenden Orten, doch was sie verband, war nicht ihre Herkunft, sondern ihre Offenheit und Bereitschaft zur Begegnung.

Eine Reise, die Menschen verbindet

Die Pilgerreise nach Medjugorje war nicht nur eine Reise, sondern eine Erfahrung, die in jedem einzelnen Schritt gelebt wurde. Für Menschen mit Behinderungen hatte diese Reise eine besondere Bedeutung – sie zeigte, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen alle ohne Barrieren und ohne Ausgrenzung teilnehmen können.

Die Ziele waren klar: geistliche Erneuerung, Gemeinschaft und Inklusion. Diese drei Elemente begleiteten jeden Tag des Aufenthalts.

Berge, die durch Stille sprechen

Einer der eindrucksvollsten Momente war der Aufstieg beziehungsweise der Aufenthalt an den heiligen Orten des Gebets und der Begegnung.

Der Kreuzberg Križevac empfing uns als Ort der Stille und des Gebets, an dem jeder Schritt seine eigene Bedeutung und seinen Sinn trägt.

Auf dem Podbrdo, auch bekannt als Erscheinungsberg, fanden viele Momente der Ruhe, des persönlichen Gebets und innerer Stärke. Es spielte keine Rolle, wer den Weg hinaufging und wer unten blieb – wichtig war, dass jeder auf seine eigene Weise einbezogen wurde.

Besonders bewegend war der Besuch des Blauen Kreuzes, eines Ortes, den viele als Raum der Besinnung und der persönlichen Begegnung mit dem Glauben erleben.

Eine Begegnung, die bleibt

Der Besuch im Mutterdorf hinterließ bei allen Teilnehmenden einen bleibenden Eindruck. Es war nicht einfach eine Besichtigung, sondern eine Begegnung mit einer Geschichte von Fürsorge, Gemeinschaft und Hoffnung.

In jedem Gespräch, jedem Lächeln und jedem stillen Moment war eine Botschaft spürbar: Jeder Mensch ist wertvoll und wichtig, unabhängig von den Herausforderungen, die er im Leben trägt.

Inklusion ist mehr als nur ein Wort

Diese Pilgerreise hat gezeigt, dass Inklusion weder ein Projekt noch eine Idee auf dem Papier ist. Sie geschieht dann, wenn Menschen im Rollstuhl, Schülerinnen und Schüler, Vereinsmitglieder und Freiwillige zusammenkommen – ohne Unterschiede.

Wenn Hindernisse nicht als Probleme, sondern als gemeinsame Herausforderungen betrachtet werden, entsteht ein Raum, in dem jeder Teil des Weges sein kann.

Das Ende der Reise – der Beginn von etwas Neuem

Diese vier Tage in Medjugorje waren mehr als nur eine Pilgerreise. Sie waren eine Erinnerung daran, dass Gemeinschaft unseren Blick auf die Welt verändern kann.

Vielleicht ist dies die wichtigste Botschaft: Jeder hat seinen Platz auf dem Weg, und kein Weg ist wirklich vollständig, wenn jemand zurückgelassen wird.

Gemeinsam bauen wir einen Weg des Glaubens, der Liebe und der Solidarität. 🤍

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